Amtliche Dienstleistungen2018-12-27T17:02:20+00:00

Amtliche Dienstleistungen

Hauptuntersuchung

Nach §29 StVZO müssen alle Fahrzeuge und Anhänger, die ein eigenes amtliches Kennzeichen haben, regelmäßig zu einer Hauptuntersuchung vorgeführt werden. Die AU, neuerdings „UMA“, dient der Überprüfung des Abgasverhaltens zugelassener Kraftfahrzeuge.

In regelmäßigen Abständen wird der Fahrzeughalter beim Blick auf die Plakette auf dem Kennzeichen, den Fahrzeugschein oder auf den Bericht der letzten Hauptuntersuchung daran erinnert, dass wieder eine Untersuchung für sein Fahrzeug ansteht. Grundlage für diese wiederkehrende Untersuchung ist der § 29 der StVZO (Hauptuntersuchung). Pkw und Motorräder zum Beispiel müssen im Normalfall alle 2 Jahre zur HU.

Wegfall der Rückdatierung

Seit dem 1. Juli 2012 wird die Hauptuntersuchung bundesweit nicht mehr zurückdatiert, wenn die Frist zur Vorführung überzogen wurde. Daher erhalten die Fahrzeuge – auch bei überzogener HU – die volle Plakettenlaufzeit (Pkw und Motorräder z. B. 24 Monate). Bei Überziehen der Vorführungsfrist zur Hauptuntersuchung um mehr als zwei Monate muss allerdings eine vertiefte Hauptuntersuchung durchgeführt werden, die 20 % mehr kostet als die „normale“ HU.

Abschaffung der „Vollabnahme“

Mit der „Neuordnung des Rechts der Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr“ hat die Bundesregierung das „Prüf- und Zulassungsverfahren von Fahrzeugen im Straßenverkehr“ vereinfacht und beschleunigt. Damit können nun auch die Prüfingenieure der GTÜ (neben Prüforganisationen wie TÜV oder DEKRA) Fahrzeuge, die länger als 18 Monate abgemeldet waren, im Rahmen einer Hauptuntersuchung gemäß § 29 StVZO (HU) prüfen. Dies gilt auch für Fahrzeuge, die bereits vor dem 1. März 2007 stillgelegt wurden. Damit ist der Weg frei für eine Wiederzulassung – ohne aufwändiges „Vollgutachten“. Durch diese neue Regelung, die seit dem 1. März 2007 gilt, wird unnötiger Aufwand vermieden, Kosten gespart und mehr Bürgernähe praktiziert. Außerdem kann die Wahl der Prüforganisation nun frei erfolgen.

Die HU in Kürze erklärt

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Sicherheitsprüfung

Neben der Hauptuntersuchung (HU) für Zweiräder, PKW, Nutzfahrzeuge und Anhänger steht die Sicherheitsprüfung (SP) für Nutzfahrzeuge und Kraftomnibusse im Mittelpunkt unserer Arbeit. Die Ansprüche an die Fahrzeugsicherheit im Transportbereich sind gestiegen. Auch wir führen Sicherheitsprüfungen nach § 29 StVZO an LKWs, Zugmaschinen und KOM qualifiziert durch.

Die Sicherheitsprüfung fällt an bei:

  • Bussen (und andere Kfz mit mehr als 8 Fahrgastplätzen)
  • LKW zur Güterbeförderung, Arbeits- und Zugmaschinen etc. mit einer zulässigen Gesamtmasse größer als 7,5t und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit größer 40 km/h
  • Anhänger einschließlich „angehängte Arbeitsmaschinen“ und Wohnanhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse größer 10t und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit größer 40 km/h.

Die aufgeführten Fahrzeuge müssen neben den fest definierten Terminen der HU auch die Termine der SP wahrnehmen. Die Fälligkeit der Prüftermine erkennen Sie auf dem Untersuchungsbericht/Prüfprotokoll oder durch die am Fahrzeug angebrachte Prüfmarke. Werfen Sie bei jeder Abfahrkontrolle auch einen Blick auf die Laufzeit Ihrer HU- und SP-Plakette und kümmern Sie sich rechtzeitig um einen neuen Prüftermin bei uns. Denn als Fahrer/Fahrzeughalter sind Sie dafür verantwortlich, dass die vorgeschriebenen Untersuchungen immer fristgerecht durchgeführt werden.

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Änderungsabnahmen nach § 19 (3) StVZO

Bei Fahrzeuganbauten, -umbauten und -änderungen begutachten wir Ihr Fahrzeug und dokumentieren die Veränderungen nach § 19 (3) StVZO in einer Änderungsabnahmebescheinigung. Eine Änderungsabnahme ist etwa auch erforderlich bei der Umrüstung auf andere Räder oder Reifen, der Anbau einer Anhängezugvorrichtung sowie Veränderungen am Fahrwerk (z. B. Tieferlegung).

Sonderräder, Spoiler, Tieferlegungen, Leistungssteigerungen?

Wir begutachten unter Berücksichtigung der passenden Prüfzeugnisse die technischen Änderungen an Ihrem Fahrzeug und bereiten auch die „Eintragung“ in die Papiere durch die Zulassungsstelle vor.

Papiere nicht vergessen

Bringen Sie zur Änderungsabnahme bitte Ihren Fahrzeugschein/Zulassungsbescheinigung Teil I und das Teilegutachten oder die Genehmigung nach EU-Recht, die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), die Bauartgenehmigung bzw. die Herstellerbescheinigung mit.

Teilegutachten für Änderungsabnahme

Falls Sie das passende Teilegutachten/Teilegenehmigung nicht mehr greifbar haben: kein Problem! Die GTÜ-Zentrale in Stuttgart hat Zugriff auf umfangreiche Datenbanken, in denen nahezu alle Bauartgenehmigungen, Teilegutachten und allgemeine Betriebserlaubnisse hinterlegt sind.

Zudem kann die GTÜ im Problemfall auch über den Hersteller die passenden Gutachten zwecks Änderungsabnahme des Kundenfahrzeuges besorgen, womit allerdings Zusatzkosten verbunden sind. Im gleichen Umfang helfen wir Ihnen zum Beispiel bei der Umschreibung eines Kleinkraftrades/Rollers zum Mofa und wieder zurück.

Untersuchung nach § 13 FZV

Sie wollen die Fahrzeugpapiere richtig beschreiben lassen? Gründe dafür können z.B. sein: Fahrzeug-Auflastungen ohne technischen Änderungen (mit Herstellerbescheinigung), Anhängelasterhöhungen (mit Hersteller, Änderungen innerhalb der Fahrzeuggruppe oder –klasse (z.B. Änderung von „Anhänger“ in „Anhänger für Sportzwecke“ u. umgekehrt). Eintragung von Rad-Reifen-Kombinationen aus der Fahrzeuggenehmigung usw.

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Schadstoffplaketten

Wir empfehlen den Erwerb einer Feinstaubplakette. Sie garantiert die freie Fahrt für saubere Autos in den Umweltzonen der Städte, z.B. Darmstadt und Frankfurt. Eine nicht ordnungsgemäße (z.B. unleserliches oder falsches Kennzeichen) bzw. nicht vorhandene Plakette kann mit bis zu 80 € Bußgeld geahndet werden.

Die Farbe der Plakette (Schadstoffgruppe) richtet sich nach der Abgasnorm ihres Fahrzeugs.

Von Feinstaub bis Schadstoffgruppe – die GTÜ informiert Sie über Gesundheitsrisiken durch Feinstaub, gibt einen Überblick über die Umweltzonen sowie Nachrüstinformationen

Link zur GTÜ

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Oldtimerbegutachtung

Die Oldtimerbegutachtung umfasst eine Untersuchung im Umfang einer Hauptuntersuchung (gemäß § 29 StVZO) sowie die sachverständige Begutachtung des Pflege-/Erhaltungszustands des Gesamtfahrzeugs und der Originalität seiner Hauptbaugruppen. Zu den relevanten Hauptbaugruppen eines Oldtimers zählen Aufbau/Karosserie, Rahmen/Fahrwerk, Motor/Antrieb, Bremsanlage, Lenkung, Räder/Reifen, elektrische Anlage und der Fahrzeuginnenraum.

Kriterien für die erfolgreiche Einstufung

Ein Oldtimer ist ein Fahrzeug, das vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen ist, weitestgehend dem Originalzustand entspricht, in einem guten Erhaltungszustand ist und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dient.

Es muss technisch weitgehend mängelfrei sein, unter Berücksichtigung des damaligen Standes der Technik. Es darf, anders als bei «normalen» anderen Fahrzeugen, nur leichte Gebrauchsspuren aufweisen. Natürlich dürfen keine wesentlichen Teile fehlen. Voraussetzung ist auch ein sichtbar guter Pflege- und Erhaltungszustand, beispielsweise eine weitgehend fehlerfreie Lackierung und ggf. nachgewiesener Instandhaltungs-Aufwand.

Am Fahrzeug dürfen keine Unfallrestschäden oder Anzeichen unsachgemäßer Instandsetzung erkennbar sein. Es muss original oder nachweislich zeitgenössisch sein.

Entspricht das Fahrzeug nicht diesen Bedingungen, ist eine positive Einstufung als Oldtimer zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes im Regelfall nicht möglich.

Bei positiver Begutachtung erhält der Halter ein entsprechendes Gutachten welches bei der Zulassungsstelle für die Zuteilung des sogenannten «H-Kennzeichens» oder eines 07er-Kennzeichens benötigt wird. Daraus resultieren finanzielle Vorteile durch verminderte Unterhaltskosten auf Grund einer pauschalen Kfz-Steuer.

Die GTÜ-Prüfingenieure sind dabei in hoheitlichem Auftrag tätig und arbeiten im Namen und für Rechnung der GTÜ. Sie setzen die in § 23 StVZO und der dazu geltenden Richtlinie vorgeschriebenen Bestimmungen um und dienen damit der Verkehrssicherheit.

Wer Fragen zu „seinem Oldtimer“ hat, kann sich gerne an uns wenden. Wir können Ihnen dann in allen Punkten weiterhelfen, gerade auch dann, wenn es um die zügige Beibringung von speziellen Unterlagen (Broschüren, Datenblätter, Testberichten usw.) zu ihrem Fahrzeug geht.

Link zum GTÜ Oldtimerservice

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Tempo 100 km/h für Anhänger

Die 9. Ausnahmeverordnung zur StVO sieht die Möglichkeit vor, die Höchstgeschwindigkeit für Pkw mit Anhängern und für mehrspurige Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 t mit Anhängern auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen auf 100 km/h zu erhöhen.

Wir überprüfen für Sie die technischen Voraussetzungen Ihres Anhängers und erstellen Ihnen ein Formblatt für die Änderung in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) bei der Zulassungsstelle. Anschließend werden Ihnen von der Straßenverkehrsbehörde die offizielle Bescheinigung und eine gesiegelte Tempo-100-Plakette ausgehändigt. Diese Bescheinigung gilt nur für den betreffenden Anhänger und ist ständig bei den Kfz-Papieren mitzuführen. Die Plakette muss hinten am Anhänger angebracht werden.

Hintergrund dieser Verordnung ist die technische Fortentwicklung der Fahrzeuge und Gespanne im Bereich der Verkehrssicherheitstechnik. Eine nur auf eine feste Gespannkombination bezogene Bestätigung gibt es nicht mehr. Es besteht nun die Möglichkeit, mit einem Anhänger, der eine Tempo 100 Zulassung hat, mit verschiedenen Zugfahrzeugen Tempo 100 zu fahren.

Link zum GTÜ informativ

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ERINNERUNG ZUR HAUPTUNTERSUCHUNG

Prüfberichtssuche

Sie haben Ihren Untersuchungsbericht verlegt?

Wenn Ihr Fahrzeug von uns untersucht wurde, können Sie uns kontaktieren. Wir erstellen Ihnen dann gerne eine Mehrfertigung Ihres Berichts.

Sie wissen nicht mehr, ob Ihr Fahrzeug von der GTÜ untersucht wurde?

Prüfen Sie über unsere GTÜ-Datenbank schnell und einfach, ob Ihr Fahrzeug von anderen GTÜ-Partnern untersucht wurde und wie Sie zu einer Zweitschrift des Untersuchungsberichts kommen können.